Obstgarten
Erste Pflege im Obstgarten
Ältere Sauerkirschsorten haben in feuchten Frühlingswochen oft Probleme mit der Monilia-Spitzendürre. Befallene Triebe gilt es sorgfältig herauszuschneiden. Das Gleiche gilt für mit Mehltau bepuderte Zweigspitzen an empfindlichen Apfelsorten. Höhere Temperaturen haben in den letzten Jahren leider auch die Verbreitung des Feuerbrandes gefördert. Hier müssen rechtzeitig Quitten, Birnen, Äpfel und Verwandte auf Feuerbrandsymptome kontrolliert und befallenes Material bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten und sicher entsorgt werden. Schnittwerkzeuge müssen desinfiziert oder getauscht werden, bevor Sie sie wieder für andere Kulturarbeiten verwenden, da sonst die Gefahr der Übertragung zu groß ist.
Beim Pinzieren werden ab etwa Ende Mai vor dllem bei Spalier- oder Formobst jurige Triebe mit der Schere bzw. mit Daumen und Zeigefinger auf ca. 10 cm eingekürzt. Mit den neuen Austrieben verfahren Sie dann nochmals ähnlich. So erhalten Sie die Form des Spaliers und sorgen für die Bildung von Fruchtholz.
Gemüsegarten
Sensible Bohnen
Buschbohnen sind zwar bei der Aussaat oft etwas launisch, sind jedoch robuster als ihre großen Verwandten, die Stangenbohnen. Bei Reihensaat unterteilen Sie ein Beet von ca. 1,2 m Breite in drei Reihen und legen ca. alle 4 bis 6 cm in 3 cm Tiefe ein Samenkorn ab. Eine andere Variante ist die Horstoder Stufensaat. Hierbei stecken Sie im Abstand von 40 bis 50 cm drei bis sechs Samen als Gruppe in den Boden. Diese Variante eignet sich vor allem bei schweren Böden. Als dritte Variante wäre noch die Voranzucht zu nennen. Hierzu eignen sich vor allem kompostierbare Erdtöpfe, die Sie später direkt einpflanzen können. Pro Topf können Sie zwei bis drei Samen stecken. Durch die Voranzucht vermeiden Sie Probleme mit der Bohnenfliege und Schneckenfraß im sensiblen Keimstadium.
Ziergarten
Rosen und Lavendel
Häufig werden Lavendel und Rosen zusammen gepflanzt. Doch eigentlich passen sie von ihren Ansprüchen gar nicht so gut zueinander. Entweder steht der Lavendel auf nährstoffreichem
Boden und wächst mastig, oder die Rose steht zu mager und kümmert. Bessere Rosenbegleiter wären Katzenminze (Nepeta), Ziersalbei (Salvia), Ehrenpreis (Veronica) oder Glockenblumen (Campanula) .
Wildtriebe abreißen
Wenn Sie an Ihren Rosen Wildtriebe entdecken, sollten Sie diese direkt an der Basis abreißen. Legen Sie zunächst vorsichtig den Wildtieb frei und schneiden Sie anschließend die Rinde unter dem Wildtrieb mit einem Messer waagerecht ein. Nun können Sie den Trieb einfach nach unten abreißen.
Weitere Gartentipps für Mai
bietet das sächsische Verbandsjournal „Unser Kleingarten“
Hier entlang zum Download der Mai-Ausgabe >>> Mai mit Tipps und Tricks
