Obstgarten
Johannis- und Stachelbeeren luftig schneiden
Sofern Sie den Schnitt des Beerenobstes nicht schon nach der Ernte erledigt haben, können Sie jetzt, zur Schere greifen. Für die Erziehung eines Johannisbeerstrauches reichen acht bis zehn Triebe völlig aus. Die Triebe sollten nicht älter als drei bis vier Jahre sein. Die zahlreichen Jungtriebe bieten genügend Möglichkeiten zur Verjüngung. Grundsätzlich entfernt man überalterte Triebe bodennah, schwache Jungtriebe, die oft die Strauchmitte verschatten, und krankes Holz. Bei Schwarzen Johannisbeeren sollten Sie noch mehr auf junges Holz setzen als bei den roten und weißen Sorten. Johannisbeer-Hochstämmchen bedürfen einer ständigen Verjüngung. Die Krone sollte nicht zu dicht sein und den Stamm nicht statisch überfordern.
Im Prinzip ähnlich erfolgt der Schnitt bei Stachelbeeren. Bei den in Mode gekommenen Spindeln ist es wichtig, dass Sie die Seitentriebe auf innen liegende Verzweigungen absetzen und die Spitze des Mitteltriebes freistellen. Dies gilt auch für die Spindelerziehung bei Johannisbeeren.
Gemüsegarten
Pastinake – ein schmackhaftes Wurzelgemüse
Als klassisches Wurzelgemüse benötigt die Pastinake für ein gutes Gedeihen – ähnlich wie die Möhre einen sandig-humosen und tiefgründigen Boden. Bodenverdichtungen bereiten ihr Probleme. Ihr leicht süßlicher Geschmack liegt zwischen Möhre und Sellerie. In England püriert man sie beispielsweise zusammen mit Kartoffeln. Sie eignet sich aber auch für Suppen, Eintöpfe oder roh geraspelt als Zutat in Rohkostsalaten. Die Pastinake enthält ätherische Öle, die dem Kümmelöl ähnlich sind und Blähungen lindern sollen. Zudem ist das gesunde Wurzelgemüse reich an Pektinen, Kalium, Folsäure sowie den Vitaminen B6, B12 und C. Die Wurzeln sind frosthart und überwintern problemlos. In frostfreien Perioden können sie bis ins Frühjahr fortlaufend geerntet werden. Nach dem Austrieb im neuen Jahr beginnen sie jedoch zu schossen, wodurch die Wurzeln holzig werden und an Geschmack verlieren.
Maulwurfshügel – aus der Not eine Tugend machen
Maulwürfe können durchaus nützlich sein, da sie durch ihre Gänge festere Böden lockern und Pflanzenwurzeln neuen Durchwurzelungs- und Belüftungsraum bieten. Dennoch stoßen sie durch ihre Grabtätigkeit häufig auf Missfallen. Früher war es üblich, verschiedene Erden selbst herzustellen, darunter auch Aussaaterden. Für diese wurde oft das lockere Erdmaterial aus Maulwurfshügeln genutzt, das größtenteils aus unkrautfreiem oder -armem Unterboden besteht. In Kombination mit Sand und anderen Zuschlägen ergibt diese Erde eine praktische, kostenlose Aussaaterde für robuste Sämereien oder eine wertvolle Ergänzung für selbst gemischte Kübelpflanzenerde. Mit etwas Kreativität kann der Maulwurfshügel also zu einer nützlichen Ressource werden.
Ziergarten
Alte Ziergehölze auslichten
Überalterte Ziergehölze sind oft sehr dicht und ragen weit in den Gartenraum. Sie benötigen daher ab und Zu einen Auslichtungsschnitt. Hierbei werden vor allem alte Triebe direkt an der Basis entfernt. Dies kann auch im Turnus von mehreren Jahren eher dezent erfolgen. Schleppenartig sich neigende Triebe können auch auf einen nach oben weisenden Trieb abgeleitet und hierdurch wieder aufgerichtet werden. Werden die Triebe einfach nur wahllos in der Mitte angeschnitten, entwickelt sich ein unnatürlicher dichter „Besenwuchs“, den Sie nur mit Mühe wieder korrigieren können. Wenn Sie die Frühjahrsblüte mitnehmen möchten, schneiden Sie erst direkt nach dem Ende der Blüte.